
Das Frühjahrskonzert der Blaskapelle Isen lockte zahlreiche Besucher. Der Einzug ins neue Probenheim steht kurz bevor.
Isen – Für die Musiker sei dieses Konzert etwas Besonderes, denn wenn alles nach Plan verlaufe, werde es dann das letzte sein, „bei dem die Vorbereitungen noch nicht im neuen Musikheim stattgefunden haben“, erklärte Vorsitzender Bernhard Stangl stolz. Das Frühjahrskonzert lockte an zwei Abenden am Wochenende zahlreiche Besucher in die Schulturnhalle Isen. Der planmäßige Einzug in das Probenheim der Blaskapelle Isen stehe in der zweiten Jahreshälfte auf dem Programm. „Für unseren Verein wird das Musikheim nichts weniger als unsere Heimat werden.“ Für das Publikum ändere sich aber nichts: „Unsere Konzerte finden weiterhin in der Schulturnhalle statt, der Bau eines Konzertsaals ist derzeit nicht geplant“, sagte Stangl mit einem Augenzwinkern.
Breites Repertoire von Musikstücken
Fünf Monate fleißiges Proben haben sich gelohnt: Den Auftakt des Abends machte die Jugendkapelle unter Leitung von Franz Windshuber, die ihr Können kraftvoll zu Gehör brachten. Mit „Cantina Band“ aus dem ersten Star-Wars-Film „Krieg der Sterne“ von 1977 wagte sich der Nachwuchs an einen verspielten und außerirdischen Titel. Beinahe nahtlos ging es weiter mit dem Auftritt der Hauptkapelle, bei der Dirigent Marcel Schultheis den 66 Musikern den Takt vorgab.
Wie gewohnt überzeugte die Blaskapelle Isen mit einem breiten Repertoire von acht Stücken. Neben klassischen Titeln boten die Musiker ebenfalls kriegerische Stücke wie auch einige Klassiker aus bekannten Filmen. Besonders eindrucksvoll war dabei „Mantua: Freedom of the Eagle“. Zum Gedenken an das Jahr 1809 des Tiroler Freiheitskampfes beauftragte die Stadtkapelle Landeck den österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz, ein musikalisches Werk über das Leben des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, welcher den Aufstand anführte und schließlich hingerichtet wurde, zu schaffen. „Mantua“ erzählt seinen Lebensweg in eindrucksvollen filmischen Klangbildern.
„Souverän und toll wie immer“ sei die Moderation von Tanja Lechner und Lukas Fichtner, wie Dirigent Schultheis lobend erwähnte. Das bewährte Duo führte mit Witz und Wissen durch den Abend.
Das Können der Blaskapelle komme von der „jahrzehntelangen Ausdauer in der musikalischen Nachwuchs- und Jugendförderung“, so der stellvertretende Bezirksdirektor Markus Olbrich. Er lobte das „hervorragende Niveau“.
Für einen besonderen Moment sorgte Sarah Fichtner mit ihrem Solo „The Story“, das aus der Serie „Grey’s Anatomy“ bekannt ist. Mit ihrer überraschend kraftvollen und gefühlvollen Stimme zog sie das Publikum in ihren Bann.
Auch Filmmusik durfte im Programm nicht fehlen. Mit „The Wizards of Oz“ präsentierte die Kapelle ein Medley der schönsten Melodien aus dem Filmklassiker von 1939. Im Anschluss wurde es agentenhaft – bei „Bond … James Bond“ erklangen Klassiker aus der Welt des Doppelnull-Agenten. Moderator Fichtner schlüpfte dafür kurzerhand in ein Sakko und überzeugte mit einem humorvollen Auftritt als Geheimagent.
Für einen modernen Abschluss sorgte „Deadpool’s Playlist“, ein schwungvolles Medley mit bekannten Chartshits der 1980er bis 2000er Jahre. Schließlich beendeten eine Zugabe und ein Marsch das Konzert, das vom Publikum mit stürmischem Applaus honoriert wurde.
Quelle: merkur.de (Tanja Maier)