Blaskapelle Isen e.V. | Viele schaffen mehr

Seit vielen Jahren musiziert die Blaskapelle Isen in der Oberstufe und glänzt bei ihren jährlichen Frühjahrskonzerten nicht nur mit traditioneller Blasmusik, sondern auch mit anspruchsvoller symphonischer Blasmusikliteratur. Oftmals stöhnten da die Musiker im Schlagzeugregister auf, wenn Dirigentin Regina Gaigl neue Noten austeilte und sie mit einem Blick feststellten, dass es der Komponist oder Arrangeur mit der Anzahl und Vielfalt der Töne in den Paukenstimmen wieder einmal besonders gut gemeint hat. Mit den bisher vorhandenen drei Konzertpauken, war es oftmals nur mit viel Trickserei möglich, die Literatur entsprechend umzusetzen. Manchmal mussten auch bestimmte Passagen auf drei Pauken umgeschrieben werden. Doch mit derartigen Behelfsmethoden ist nun Schluss. Im Rahmen der Crowdfunding-Aktion der VR-Bank Erding eG „Viele schaffen mehr“ wurde nun für die dringend benötigte vierte Konzertpauke und ein neues Tenorsaxophon gesammelt. Insgesamt spendeten die Crowdfunder EUR 12.588 und erreichten damit die für die Bezuschussung notwendige und im Vorfeld anvisierte Grenze in Höhe von EUR 5.000, sodass die Genossenschaftsbank nochmals 20 %, also EUR 2.600, drauf legte. Nun verfügt die Blaskapelle über die für ein symphonische Blasorchester erforderliche Anzahl der Pauken und das neue Tenorsaxophon komplettiert den Saxophonsatz der Blaskapelle. Im Rahmen der Spendenübergabe bedankten sich die Vertreter der Blaskapelle Isen Regina Kellner (1. Vorstand) und Michael Feuerer (2. Vorstand) herzlich bei Björn Vogt, der bei der VR-Bank Erding für die Organisation der Aktion „Viele schaffen mehr“ verantwortlich ist.

Jugendkonzert 2017

Bis zum letzten Platz besetzt war das Pfarrheim Isen beim Jugendkonzert der Blaskapelle. Mit unterschiedlichen Besetzungen und Ausbildungsniveaus musizierten die Kinder und Jugendlichen. Den Auftakt bildete die Blockflötengruppen der Grundschule Isen unter Leitung von Leni Fichtner, die die Kinder an der Gitarre begleitete. Die Blaskapelle zeichnet sich seit zwei Jahren für den Blockflötenunterricht verantwortlich um den Isener Kindern einen Einstieg in das Musizieren zu ermöglichen. Anschließend wurde in verschiedenen Duettbesetzungen weiter unterhalten. Oftmals trat der jeweilige Instrumentallehrer mit seinem Schüler auf. Zwischendurch trauten sich drei Jugendliche an der Trompete jeweils solistisch zu musizieren. Sie wählten dabei Stücke, die sie auch bei der Leistungsabzeichenprüfung in Silber des Musikbundes in ein paar Wochen vortragen müssen. Die Generalprobe gelang nach anfänglicher Nervosität hervorragend. Marina Kellner zeigte als Dirigentin der Nachwuchsgruppe, dass schon nach ein paar Monaten fleißigem Üben im Einzelunterricht im Ensemble zusammen musiziert werden kann. Das „Lied der Schlümpfe“ erhielt dabei Sonderapplaus. Neben dem Nachwuchsensemble weist auch die Jugendblaskapelle unter Leitung von Franz Windshuber eine ausgeglichene Besetzung auf. Besonders erwähnenswert ist hierbei, dass in beiden Gruppen eine Tuba mit Auszubildenden der Blaskapelle besetzt werden kann. Das Jugendorchester gestaltete schließlich das Finale des einstündigen Konzerts und ließ u.a. Disney-Filmmelodien erklingen. Nach dem Konzert konnten interessierte Kinder und Jugendliche noch diverse Blasinstrumente beim Schnupperblasen ausprobieren.

Gesamtkunstwerk und Familienfest

Mit einem gewohnt abwechslungsreichen Programm begeisterte die Blaskapelle Isen ihr Publikum mit ihrem Frühlingskonzert in der Schulturnhalle. Das Konzert wird morgen und am Samstag nochmals aufgeführt.

Spielten auf den Punkt genau: die 70 Musiker der Isener Blaskapelle. Dirigentin Regina Gaigl gab den Ton an. Lukas Fichtner (r.) glänzte als Dieter Thomas Heck.
© Zimmerer

Isen – Das Frühjahrskonzert der Isener Blaskapelle zeichnete sich erneut durch seine Mischung aus. Denn es war sowohl ein Familienfest, als auch ein Gesamtkunstwerk. Neben Gänsehautmomenten und Glücksgefühlen kam auch die Gaudi nicht zu kurz.

Wie es Dirigentin Regina Gaigl schaffte, das 70 Musiker umfassende Orchester auf den Punkt zu bringen, bleibt ihr Geheimnis. Verraten wurde nur, dass es sich beim ersten Stück um die Lieblingspolka der anderen Regina, der Vorsitzenden Regina Kellner, handelte. Während bei diesem Stück von Martin Scharnagl noch rücksichtsvoll „Von Freund zu Freund“ musiziert wurde, löste man sich bei „Vorhang auf“ von Alfred Reed von allen Fesseln. Das Orchester präsentierte unterschiedliche Häppchen – aber vom Feinsten.

„Der Nussknacker“ von Tschaikowski war so vielschichtig arrangiert, dass die Streicher aus dem Original keinem fehlten und die zwei Fagotte wunderschön zur Geltung kamen. Beeindruckend war, wie die Posaunen von hinten Druck machten und vom Klarinetten- und Querflöten-Teppich vorne abgefedert wurden. Mit Witz und Charme führten Gerti Jell und Conférencier-Neuentdeckung Lukas Fichtner durch das zweistündige Programm.

Passend zum Nachfolgestück „Acclamations“ von Ed Huckeby erklärte Fichtner seinen Klatsch-Rhythmus und erntete Szenenapplaus. Mit „The King“ Elvis Presley und dem gut zusammengestellten Medley „Viva Las Vegas“ ging es in die Pause.

Der zweite Teil begann mit einem Wettstreit der Register. Während die Schlagzeuger Thomas Bauer, Stefan Heller, Josef Hofmann und Martin Nußrainer beim Solotrommlermarsch von Ernst Mosch ihre Stöcke fliegen ließen, entlockten Goldmädl Carina Kellner, Regina Gaigl, Michael Feuerer und Sebastian Scheibner ihren Klarinetten bei „Clarinet Candy“ von Leroy Anderson süße Melodien.

Das rhythmisch anspruchsvollste Stück war die Filmmelodie zu Star Wars. Darth Vader tauchte dazu schwer atmend auf der Riesenleinwand auf, um sich im Isener Lagerhaus ein neues Laserschwert zu besorgen. Nach dem viel umjubelten „Fix You“ von Coldplay, das Regina Kellner für Chorgesang arrangiert hatte, kam es zum Schlagerfinale. Dieter Thomas Heck alias Lukas Fichtner ließ die ZDF-Hitparade von Udo Jürgens bis Helene Fischer Revue passieren, vom Orchester schwungvoll umgesetzt.

Das Frühjahrskonzert sei jedes Mal anders, schwärmte eine Zuschauerin, „aber jedes Mal gefällt es mir.“

Weitere Aufführungen

finden am Freitag und Samstag, 7. und 8. April, jeweils um 20 Uhr statt.

Albert Zimmerer

Carina Kellner sichert sich die höchste Auszeichnung

Seit elf Jahren Mitglied der Isener Blaskapelle: Carina Kellner. © az

Isen – Nachdem die letzten beiden Jahre jeweils ein männlicher Nachwuchsmusiker das goldene Leistungsabzeichen erringen konnte, gibt es bei der Isener Blaskapelle heuer wieder ein Goldmädl. Carina Kellner schaffte die höchste Auszeichnung für Amateurmusiker mit der Klarinette.

Die 21-jährige Isenerin trat mit zehn Jahren in die Blaskapelle ein und tat es ihren älteren Schwestern Marina und Andrea gleich. Vor allem Marina war Ansporn und Vorbild, weil sie damals schon Gold-Anwärterin war. Woher das musikalische Talent kommt, ist den Eltern völlig schleierhaft. Auch der jüngere Bruder schlägt in dieselbe Kerbe. Die Vorbereitungen für die Prüfung, die sie unüblicherweise beim Musikbund Nordbayern ablegte, waren überaus anstrengend, erinnert sich Carina, aber aufgeben kam nie in Frage. Hinzu kam, dass sie gerade ihr Auslandssemester in Irland hinter sich hatte, das im Rahmen ihres dualen Studiums zu absolvieren war. Nach dem Besuch der Realschule Heilig Blut in Erding und dem Fachabitur an der BOS/FOS machte Carina eine Ausbildung zur Bankkauffrau und darf sich noch heuer auf den Bachelor-Abschluss freuen.

Langweilig wird es dem Goldmädl kaum, denn die vielen Kontakte, die sie in Irland geknüpft hat, müssen schließlich gepflegt werden. Hinzukommt, dass sie als Kassiererin im Vorstand der KLJB Isen sitzt, die im Juni 70-jähriges Jubiläum feiert. Doch zunächst haben die Proben für das Frühjahrskonzert absoluten Vorrang, bei dem sie schon zum siebten Mal dabei ist. Gespielt wird das musikalische Highlight viermal, vom 1. bis 8. April. Das schöne sei, dass hier von Klassik bis zur Filmmelodie die ganze musikalische Bandbreite gezeigt werde, schwärmt Carina. „Der Mix machts!“ az

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Bayerischer Abend – „Tischmusik“ mit Holzlöffeln

Nur Gewinner gab es beim Benefizkonzert der Blaskapelle Isen in der gut besuchten Mehrzweckhalle in Maitenbeth anlässlich der 700-Jahr-Feierlichkeiten. Die Blaskapelle Isen erntete dabei viel Anerkennung und Sympathie für ihre professionell vorgetragenen Auftritte, das Publikum erlebte und genoss einen musikalischen Abend auf höchstem Niveau und dem Maitenbether Gemeindekindergarten kam der Reinerlös zugute.

Maitenbeth – Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Kirchmaier und einem Dank an den Festausschuss unter der Leitung von Peter Eberherr übernahmen Gerti Jell und Franz Windshuber das Kommando und führten durch das Programm. Teil eins war ein Repertoire von bekannten Musikstücken, bei dem das Publikum auch zum Mitsingen animiert wurde. Teil zwei begann mit der heimlichen bayerischen Nationalhymne „s`boarische Bier“, humorig vorgetragen von den „Oidn“ der Blasmusik.

Im Anschluss daran folgte ein Theaterstück, das die bayerische Sprache den „preußischen Mitbürgern“ ein bisserl näherbringen sollte: Altbayerisch für Einsteiger – die Bierprobe. Mehr als gelungen gespielt von Musikern der Blaskapelle Isen: Leni Fichtner, Robert Wenhart, Bernhard Stangl und als „Preißnschix“ Veronika Nussrainer.

Ein weiterer Höhepunkt im zweiten Programmteil war die „kleine Tischmusik“, ausschließlich vorgetragen mit hölzernen Kochlöffeln als Schlagwerkzeug, Topfdeckeln, Topf und Krügerl sowie dem gesamten Körpereinsatz der vier jungen Musiker, was mit großem Applaus bedacht wurde. Danach gingen vier fesche Musikanten musikalisch auf Brautschau – ohne Erfolg, sodass sie beschlossen, „mia machans wia unsa Vater – der war a nia verheirat“.
„Mia machans wia unsa Vater – der war a nia verheirat“

Teil drei eröffneten „de Junga“ mit dem Bozener Bergsteigermarsch, wieder zum Mitsingen für alle. Die Isener Dirndl und s`Gfrass trugen in ihrem lustigen Stückerl sehr anschaulich vor, wie das Leben mit einem „Bandlwurm“ so ist. Ihrem zwiedernen Gschau konnte man gut ablesen, dass es nicht so einfach ist, wenn ein Bandlwurm im Körper immer „mitsauft“. Mit dem Kaiserjägermarsch bedankte sich die Blaskapelle Isen bei den knapp 200 anwesenden Maitenbethern fürs Kommen und Mitsingen.

Die Maitenbether bedankten sich ihrerseits mit einem kräftigen und lang anhaltenden Applaus für die schöne und gute musikalische Unterhaltung und den launigen Abend. Ein großer Dank der Veranstalter ging an die Landjugend fürs Abhängen der Decke und an den Gartenbauverein für die Tischdekoration. rl

Quelle: www.ovb-online.de

Bayerischer Abend: Gaudi mit den „Isner Dirndln“

Isen – Dass die Isener Blaskapelle nicht nur exzellente Orchester-Musiker in ihren Reihen hat, sondern auch Schauspiel-Talente, weiß man seit dem Werbefilm für das Frühjahrskonzert.

Erst beim zweiten Bayerischen Abend im Klement-Saal kam beides so richtig zur Geltung. Die Kreativität und Lockerheit, die Regina Kellner & Co an den Tag legten, stellte so manchen Kabarettabend in den Schatten. Die Zuschauer waren beim Mitsingen gefordert. Mit „Boarischem Bier“ ging es nach Bozen zum „Bergsteigermarsch“ und mit „Rosamunde“ zum „Fuhrmannsmarsch“.

Besonders das von der Well-Familie wieder entdeckte „Fein sein, beinander bleiben“ kam gut an.

Das zweistündige Programm, aufgeteilt in drei kurzweilige Teile, räumte den einzelnen Registern viel Platz ein. So zerlegten die Schlagwerker förmlich ihre Kochlöffel bei einer „kleinen Tischmusik“, und das Saxophon-Ensemble swingte ein zu Haindlings „Leit hoit’s zsamm“.

Jung und Alt durften sich beweisen, wie Gerti Jell und Franz Windshuber bei ihren humorigen Ansagen anmerkten, unabhängig davon, welcher Altersgruppe sich der Einzelne zugehörig fühle.

Die Stimmung im Saal wurde immer wieder mit Sketchen angeheizt. Einen Brüller landeten die „Isner Dirndln“ Regina Kellner, Leni Fichtner und Maria Gfüllner mit „Gfrass“ Thomas Stangl und ihrem Bänkellied: „Wir hamm im Leben koa Freid, wir hamm an Bandlwurm im Leib.“ Dem standen die Junggesellen Markus Kellner, Franz Windshuber, Florian Gfüllner und Stefan Burgmair in nichts nach, die gesanglich auf Brautschau gingen.

Rockige Klänge gab es beim „Haferlschua-Song“, getextet und vorgetragen von Sebastian Schart zur Melodie vom BossHoss-Hit „Don’t Gimme That“. Nach dem Kaiserjäger-Marsch war zwar Schluss, doch die gute Stimmung nahm jeder mit nach Hause.

Albert Zimmerer

Quelle: merkur.de