Bunte Orchestermusik

Vielseitige Orchestermusik demonstrierte die Blaskapelle Isen eindrucksvoll beim Frühjahrskonzert unter der Leitung von Regina Gaigl.
© Albert Zimmerer

Wie vielschichtig Orchestermusik sein kann, demonstrierte die Blaskapelle Isen eindrucksvoll beim Frühjahrskonzert in der Schulturnhalle. 

Isen – Am Ende gab es nicht nur vom begeisterten Publikum einen großen Applaus, sondern auch von der musikalischen Leiterin Regina Gaigl. Bei ihrer launigen Begrüßung hatte die zweite Regina der Führungsriege, Regina Kellner, ihren „bunt gemischten Haufen mit demselben Ziel“ vorgestellt. Man sei allein schon beruflich breit aufgestellt, „von der Zahnärztin bis zur Triebwerksmechanikerin“.

Hoch motiviert legte das Orchester mit dem Konzertmarsch „Kaiserin Sissi“ einen Bilderbuchstart hin. Markant unterlegt wurde der Klangteppich vom Kontrabass, schwungvoll gespielt von Simone Riepl. Die ganze Dramatik des Romans „Moby Dick“ war im Anschluss spürbar, Gänsehaut inklusive. Die fünf Szenen „Of Sailors and Whales“ verlangten den 64 Musikern alles ab. Rhythmus- und Tempowechsel erforderten Konzentration und lösten einen feurigen Disput zwischen den Registern aus.

Wem das zu viel Spannung war, der wurde mit der Serenade von Derek Bourgeois und heiteren, beschwingten Melodien aus „My Fair Lady“ entschädigt. Mit Witz und Routine führten Gerti Jell und Lukas Fichtner durch das zweistündige Programm. Das Medley aus dem Disney-Film „Aladdin“ wurde passend mit Wunderlampe und kostümiert anmoderiert.

Überhaupt ist der Spaß an Musical- und Film-Musik dem Orchester förmlich anzusehen. Auch beim Stück „Baba Yetu“, das ganz dem Flöten-Register vorbehalten war, wagte man sich an einen Titelsong, diesmal aus dem Strategiespiel „Civilization IV“. Was Boomwackers sind, wurde dem staunenden Publikum mit einer Einlage vorgeführt: Den bunten Kunststoffröhren entlockte man gekonnt die Melodie zu „Pink Panther“.

Eine kleine Instrumenten-Kunde zum Thema Saxophon gab es vor dem Stück „Saxpack“ von Otto M. Schwarz. Hier verausgabte sich Andreas Scheibner als Solist gleich an zwei Instrumenten und zeigte, dass er Jazz im Blut hat. Als weitere Solistin ist Helena Fichtner hervorzuheben. Ihre Wohlfühlstimme passte trefflich zu „Feeling Good“ von Anthony Newly. Dass sie gesanglich auch mit ihrem Bruder Lukas harmoniert, zeigte Fichtner bei der Zugabe, dem Song „Don’t Stop Believing“ der Band Journey. Zuvor durfte bei 80er-Kultsongs von „Skandal im Sperrbezirk“ bis „Sternenhimmel“ mitgewippt und nicht nur heimlich mitgesungen werden.

Weitere Aufführungen des Frühjahrskonzerts gibt es am Freitag, 12. April, und Samstag, 13. April, jeweils um 20 Uhr.

ALBERT ZIMMERER

Quelle: merkur.de

„Richtig guad gmacht“

Hohe Qualität als Konzertkapelle: die Blaskapelle Isen unter der Leitung von Regina Gaigl. 
© Albert Zimmerer

Ein krönender Abschluss ihres Festjahres zum 60-jährigen Bestehen gelang der Isener Blaskapelle mit einem Bayerischen Abend. Die zwei Vorstellungen im Klement-Saal waren mit jeweils 350 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft.

VON ALBERT ZIMMERER

Isen – Nachdem zwei Jubiläums-Veranstaltungen dem Regen zum Opfer fielen, passte diesmal alles. Die Stimmung vor und auf der Bühne war geradezu überschwänglich. Den Mitwirkenden sah man den Spaß am Spielen an und der Zusammenhalt innerhalb der Kapelle wurde hörbar. Wie 2014 und 2016 bewiesen die Organisatoren um Regina Kellner und Regina Gaigl wieder ein glückliches Händchen mit der Programmgestaltung. Das Konzept mit drei Bühnen und mehreren Ensembles sorgte für nahtlose Übergänge und eröffnete den jungen Musikanten den nötigen Raum, um ihre Vielfalt aufblühen zu lassen.

So durften sich die einzelnen Register mit jeweils eigenen Stücken auf den beiden Nebenbühnen beweisen, ob als derbes Blechquintett, flottes Holzquintett, filigranes Flötenquartett oder zünftige Altbayerische Kapelle. Das „Böhmische“ Ensemble startete schwungvoll mit der Polka „Nechod k nam“ von Josef Konecny, übersetzt „Es ist schön, bei euch zu sein“. Noten und Text waren im Programm abgedruckt und luden die Zuschauer zum Mitsingen ein, ebenso beim Stück „Böhmischer Traum“ von Norbert Gälle.

Auf der Hauptbühne zeigte die Blaskapelle unter der Leitung von Regina Gaigl ihre hohe Qualität als Konzertkapelle, vor allem beim Stück „Auf einem persischen Markt“. Höhepunkt des zweiten Teils war die Valentinade „Das Clownsduett“. Hier stellten Regina Kellner und Leni Fichtner einmal mehr ihr komödiantisches Talent unter Beweis. Das Duett mit den Okarinas gelang dabei erst nach diversen Hürden.

Schmunzeln durfte man auch beim Handy-Song, den Sebastian Schart mit einem Augenzwinkern vortrug, ebenso wie bei den „Isener Dirndln“. Helena und Sarah Fichtner sowie Tanja Lechner und Maria Gfüllner überzeugten mit „Bayernland“ auch gesanglich.

Durch das Programm führten Gerti Jell und Franz Windshuber mit Witz und Charme. Als kleines Dankeschön wurde zum Abschluss den beiden Reginas, Kellner und Gaigl, jeweils ein originelles T-Shirt überreicht. Der Spruch darauf lautete „Extra Bavariam non est vita, et si est vita, non est ita“ und wird dem Vater der bayerischen Geschichtsschreibung Aventinus zugeschrieben. Prompt wusste jemand aus dem Publikum die Übersetzung „Außerhalb von Bayern gibt’s kein Leben. Und wenn doch, dann kein solches.“

Nach dem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land“ traten die Konzertbesucher gut gelaunt den Heimweg an. Ein Besucher sprach mit seinem Lob sicher allen aus dem Herzen: „Richtig guad gmacht!“

Quelle: merkur.de

Lange Nacht der Musik


Hinweis: Auf Grund der schlechten Wettervorhersage muss die Veranstaltung leider abgesagt werden.

21. Juli 2018

Ablauf

  • 15.00 Start des Festivals
  • 16.00 Gefälschte Polnische Papiere
  • 17.30 Kirchen-/Gospelchor Isen
  • 18.00 Jugendblaskapellen der BKI
  • 18.30 dACor
  • 19.30 Blaskapelle Isen
  • ab 20.30 Pinklers, Partners in Crime, EposX und die Propheten, Mad March

Trailer


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Flyer

Der Isener Goldjunge

Das Leistungsabzeichen in Gold erspielte sich Andreas Sc heibner aus Isen © Foto: Zimmerer

Andreas Scheibner holte sich mit seinem Alt-Saxophon das Leistungsabzeichen.

IsenHätte man darauf wetten können, wer bei der Isener Blaskapelle das nächste Gold holt, er wäre ein sicherer Tipp gewesen. Das heiß begehrte Leistungsabzeichen holte sich erwartungsgemäß Andreas Scheibner mit seinem Alt-Saxophon.

Der 22-jährige Isener tat es damit seinen älteren Brüdern Sebastian (Klarinette) und Florian (Flöte) gleich. Dabei ist die Prüfung an der Musikakademie Marktoberdorf beileibe kein Selbstläufer. Dem Saxophonisten kam zugute, dass er exakt nach dem Frühjahrskonzert seinen Termin hatte und so präpariert war.

Bereits in der Grundschule spielte Andreas Flöte und ließ sich von seinen Brüdern motivieren, in die Blaskapelle einzutreten. Damals war er zehn Jahre alt. Mittlerweile ist er fester Bestandteil des Hauptorchesters. Seine Saxophon-Soli beim Frühjahrskonzert sind den Zuhörern in bester Erinnerung. Er selbst schwärmt für die Band Haindling.

Ein „tolles Erlebnis“ hatte Andreas im Alter von 16 Jahren, als er ein Jahr in South Dakota in den USA verbrachte. Zunächst fühlte er sich „wie ins kalte Wasser geworfen“. Dank der freundlichen Gastfamilie fasste er aber schnell Fuß und lernte viel.

Die meiste Zeit verbringt das junge Talent momentan an der TU München, wo er Mathematik studiert und nächstes Jahr seinen Bachelor-Abschluss ablegt. Für die Feierlichkeiten der Blaskapelle Isen, die heuer ihr 60-jähriges Bestehen begeht, hat der Goldjunge aber genügend Zeit eingeplant. Die nächsten Auftritte sind am Volksfest-Sonntag, 1. Juli, beim musikalischen Frühschoppen und am 21. Juli bei der Langen Nacht der Musik im Meindl-Park.  az

Quelle: https://www.merkur.de/lokales/erding/isen-ort86592/preistraeger-andreas-scheibner-isener-goldjunge-9963938.html