
Die Blaskapelle Isen hat am Wochenende mit zwei Frühjahrskonzerten in der Schulturnhalle ihr Publikum begeistert, zahlreiche Ehrengäste empfangen und zugleich einen Ausblick auf den bevorstehenden Einzug ins neue Musikheim im zweiten Halbjahr gegeben.
Isen – Der Höhepunkt des Jahres: Das waren die beiden Konzerte der Blaskapelle Isen am vergangenen Wochenende. 65 Musiker begeisterten mit acht teilweise sehr lange Stücken und drei Zugaben ihr Publikum.
Beeindruckend waren die musikalischen Leistungen der einzelnen Musiker. Dabei geht es schon lange nicht mehr „nur“ um bayerische Stücke, sondern es ist das ganze Repertoire der Blasmusik möglich. Dirigent Marcel Schultheiß ließ beispielsweise „Mantua“ einstudieren.
In dem Stück geht es um eine musikalische Reise durch das Leben von Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Im Jahr 1810 wurde diese in Mantua hingerichtet. Man konnte es musikalisch nachvollziehen. Oder das Medley „Deadpool’s Playlist“, das aus fünf zusammengefügten Musikstücken bestand. Tanja Lechner und Lukas Fichtner als Moderatoren erläuterten mit Witz und Charme die Zusammenhänge zu den jeweiligen Stücken.
Neues Musikheim wird bald bezogen
Die Bedeutung dieses Konzertes wird auch durch den Besuch zahlreicher Bürgermeister, dem Landrat und einer Staatsministerin deutlich. Vorsitzender Bernhard Stangl wusste, dass dies das letzte Konzert sei, bei dem die Vorbereitungen nicht im neuen Musikheim stattfanden. Denn das neue Musikheim wird im zweiten Halbjahr bezogen. Unter dem Projektnamen „boid dahoam“ ist der Verein dem großen Ziel nun sehr nahe.
Stangl meinte, das Frühjahrskonzert werde aber weiterhin in der Schulturnhalle stattfinden: „Der Bau eines Konzerthauses ist nicht geplant“, meinte er schmunzelnd. Der Hinweis auf willkommene Spenden für das Musikheim fehlte an keiner Stelle.
Zu Beginn wärmten die 26 Musiker der Jugendblaskapelle die insgesamt etwa 800 Besucher an beiden Tagen mit drei Stücken wunderbar auf. In der jeweiligen Pausen zwischen zwei Musikstücken konnte der Besucher von den Moderatorinnen Theresa Männer und Johanna Feuerer erfahren, um was es bei den Stücken geht. Bei der Originalkomposition „A glorious Summer Day“ entführten die jungen Darsteller das Publikum in einem sommerlichen Ausflug und mit der „Cantina Band“ in eine entfernte Galaxie. Man sah, Dirigent Franz Windshuber hat seine Leute im Griff und diese haben Freude beim Musizieren.
Musikalische Familienbande
Auffallend war beim Studium der Namen der Jugendlichen, dass es zu den Erwachsenen Musikern viele gleiche Familiennamen gibt. Das heißt, die Freude an der Musik und an der Blaskapelle Isen wird in der Familie weitergegeben. Der langjährige Vorsitzende und Dirigent Balthasar Nußrainer wurde zum allerersten Ehrenmitglied der Blaskapelle Isen überhaupt ernannt.
Unter seiner Ägide stieg die Mitgliederanzahl von 18 aktiven Musikern auf 125 aktive und 200 passive Mitglieder. Er war maßgeblich für die Entwicklung der Blaskapelle Isen von einer einfachen Blasmusik zu einem modernen Blasorchester mit eigener Jugendausbildung verantwortlich.
Bezirksdirigent Markus Olbrich hatte die weitere angenehme Aufgabe, insgesamt elf Jugendliche und fünf Aktive zu ehre.
Die Auszeichnungen
Bronze: Simon Keilhacker (Fagott), Benno Lechner (Posaune), Paula Lechner (Trompete), Jannick Mehne (Saxofon), Severin Moser (Posaune), Heinrich Schindler (Saxofon).
Silber: Paul Lechner (Tuba), Lukas Gfüllner (Tuba), Teresa Männer (Tenorhorn), Karl Schindler (Trompete).
Gold: Johanna Feuerer (Waldhorn).
Zudem wurden geehrt: Ensembleleiter: Katharina Feuerer.
25 Jahre Mitgliedschaft: Elisabeth Bauer, Marina Kirschner, Josef Maierhofer, Johannes Nußrainer, Simone Riepl.
Quelle: ovb-online.de (Franz Manzinger)